Am 14.05.16 fand der jährliche Sokarun auf dem Ludwigsplatz statt, bei dem wir mit unserem Infostand vertreten waren. Wir danken den Veranstaltern für die Einladung und für die Spende von 270 Euro, die extra für unseren süßen „Bill“ gesammelt wurden. Mit dem Geld können wir einen Teil von Bill’s Physiotherapiestunden finanzieren. Ein herzliches Dankeschön an alle Spender :o)
ER MACHT NICHTS: Dem Vertragsabschluss schloss sich ein Rundgang an (Mentrup, Dezer-nentin Luczak-Schwarz, Salisch). Foto: Fränkle
OB Mentrup und Tierschutzverein-Vorsitzende Salisch besiegeln künftige Kooperation
Wenn OB Dr. Frank Mentrup von sehr harten und am Ende sehr erfolgreichen Verhandlungen spricht, und die Vorsitzende des Tierschutzvereins Karlsruhe (TVK), Heinke Salisch, von einer neuen Zeit, die nun anbricht – dann kann man getrost davon ausgehen, dass das Vertragswerk, das beide letzte Woche im Tierheim Karlsruhe unterzeichneten, für eine solide und vertrauensvolle Kooperation der Vertragspartner steht.
Verträgen, die einen fairen Ausgleich zwischen öffentlicher Hand und privatem Engagement festhalten, waren sich Mentrup und Salisch einig. Das Tierheim-Gelände wurde von der Stadt dem TVK überlassen. Auch, weil dieser mit der Unterbringung von Fundtieren und beschlagnahmten Tieren eine städtische Pflichtaufgabe übernimmt. Für letztere Aufgabe ist per Erstattungsvereinbarung die Kostenübernahme von 100.000 Euro jährlich geregelt, der Mietvertrag klärt Miete und Bauunterhaltung und bietet nun insbesondere bei den Erhaltungsmaßnahmen verlässliche Perspektive.
Er mache den TVK, der sich in den letzten Jahren aus finanzieller Schieflage herausgearbeitet und gerade auch organisatorisch neu aufgestellt hat, nicht zum Bittsteller, die Stadt werde dank Sanierungspläne nicht von notwendigen Vorhaben überrascht, so Salisch. Tierschutz werde als moderne Aufgabe wahrgenommen. Grundsätzlich übernimmt die Stadt zwei Drittel der Unterhaltungsmaßnahmen, der TVK ein Drittel.
Falls das Barvermögen des TVK 500.000 Euro übersteigt, verringert sich der städtische Anteil um die Hälfte. Das gilt auch, wenn Fördermittel des Landes fließen, die meist ein Drittel der Kosten betragen. Aktuell steht die Planung des neuen Hundehauses an. Ein Großprojekt für den Verein, bei dem sich das Tierheim, die Stadt und das Land jeweils mit 100.000 Euro an den Investitionskosten beteiligen. -rie-
Liebe Tierfreunde, immer wieder wird illegaler Welpenhandel bekannt. Zuletzt machte ein Fall in Bayern Schlagzeilen. Dort wurden über 200 Hunde, 50 Zebrafinken und Schildkröten aus einem solchen Tiertransport beschlagnahmt. Doch was bedeutet eigentlich dieser Welpenhandel?
Bilder von den am 15.1.2014 beschlagnahmten Welpen. Von insgesamt 163 Welpen kamen 13 in das Tierheim in Karlsruhe
In Kleinanzeigen und im Internet werden viele Hundewelpen angeboten, die aus Hundefabriken aus dem Ausland stammen. Händler werben damit, eine große Auswahl verschiedener Rassen anbieten zu können. Viele dieser jungen Hunde sind krank und von den langen Transporten geschwächt. Oft werden sie ohne Impfungen abgegeben. Häufig fehlen bei der Einfuhr nach Deutschland die Begleitpapiere. Sind sie dabei kann man davon ausgehen, dass sie gefälscht sind. Die Haltungsbedingungen sind sehr kritisch, da weder Wert auf Hygiene gelegt wird, noch wichtige tierärztliche Behandlungen durchgeführt werden. Um die Hunde scheinbar gesund über die Grenze und in ihr neues Zuhause zu bringen, werden sie für den Transport fit gespritzt oder gar mit Alkohol betäubt. Nach kurzer Zeit stehen unzählige Tierarztbesuche bevor, da versteckte Krankheiten ausbrechen, die oft zum Tod des neuen Familienmitgliedes führen. Aus Mitleid werden sie dennoch gekauft. An das Leid der Zuchthündinnen, die offensichtlich als Gebärmaschinen missbraucht werden, denkt dabei kaum jemand. Außerdem beginnt nach jedem vermeintlich geretteten Welpen, ein weiter Kreislauf des Elends. Auch in unserem Tierheim landen regelmäßig kranke und viel zu junge Hundewelpen, deren Pflege zum einen sehr kosten- und zum anderen sehr zeitintensiv ist. Zusätzlich steigt die Ansteckungsgefahr für gefährliche Krankheiten (z.B Parvovirose) durch den Welpenhandel enorm. Wir warnen Tierfreunde dringend davor, Hundewelpen und andere Tiere „anonym“ von Straßenhändlern oder unseriösen Züchtern zu kaufen. Fallen Sie auch nicht auf Lockangebote in Kleinanzeigen oder im Internet herein. Jedem muss klar sein, dass er den tierschutzwidrigen Handel unterstützt, sobald er einem dubiosen Händler oder Züchter ein Tier abkauft. Wer einen Hundehandel beobachtet, der ihm auffällig erscheint, sollte umgehend die Polizei, den örtlichen Tierschutzverein oder die Bundesgeschäftsstelle des Deutschen Tierschutzbundes informieren. Welpen wie Paul und Paulinchen (links) oder Baby Girl (rechts), die in Deutschland möglichst teuer verkauft werden sollten, päppeln wir mit viel Geduld und Liebe auf. Verkennen darf man dabei aber nicht, dass hohe Tierarztkosten anfallen, bis unsere kleinen Schützlinge gesund und munter in ein liebevolles Zuhause vermittelt werden können.
Zum Wohle der uns anvertrauten Tiere würden wir uns daher über eine Spende freuen. Das Spendenkonto des Tierschutzvereins Karlsruhe lautet: Sparkasse Karlsruhe IBAN: DE85 6605 0101 0009 171638 BIC: KARSDE66XXX
Die VI(R)TUOSEN, Chor und Combo Vitus Böhler, ersingen und erspielen gemeinsam mit der Wagnerfamilie aus Baden-Baden im Rahmen des diesjährigen Benefizkonzertes des Tierschutzvereins Karlsruhe und der Europäischen Schule Karlsruhe € 3500,00 für die Straßenhunde in der rumänischen Partnerstadt Temeswar.
Tierschutz statt Töten lautet die Devise. Straßenhunde sollen in einem umfassenden Kastrationsprogramm behandelt werden, um ihre unkontrollierte Vermehrung und Verelendung in den Griff zu bekommen.
Wer dieses Programm unterstützen möchte, kann dies mit seiner Spende auf das Konto „Straßenhunde Rumänien“ weiterhin tun:
Frau Heinke Salisch, Vorsitzende des Tierschutzvereins Karlsruhe und Umgebung e. V.
Herr Michael Lock, Stellvertretender Vorsitzender des Tierschutzvereins Karlsruhe und Umgebung e. V.
Herr Luigi Russo, Hauptamt, Internationale Beziehungen und Städtepartnerschaften
Der Besuch gestaltete sich durch die offizielle Einladung der Delegation des Temeswarer Oberbürgermeisters Nicolae Robu, initiiert durch den Karlsruher OB Dr. Frank Mentrup, als ein städtepolitisches Treffen. Frau Stadträtin Gisela Fischer übernahm die Vertretung von Hr. OB Dr. Mentrup und leitete die Delegation. Die Teilnahme der oben genannten weiteren Stadträte gewichtete weiterhin den Besuch. Dies ermöglichte auch uns, als Vertreter des Tierschutzvereins und mit eingeladenen Experten einen direkten, konstruktiven Austausch mit hochrangigen politischen Vertretern der Stadt Temeswar hinsichtlich der Problematik von mehreren tausend Straßenhunden, die in der Karlsruher Partnerstadt leben.
Bei unserem letzten Besuch in Temeswar, welcher allein aus unseren Vertretern des Tierschutzvereins bestand, konnten wir lediglich mit dem zuständigen Amstleiter der Stadtverwaltung und Vertretern des Unternehmens Dayflor in Kontakt treten, obwohl wir ebenso, aufgrund einer offiziellen Einladung des damaligen OB, vor Ort waren. Besonders war dies für uns in keiner Hinsicht befriedigend, da das Unternehmen Dayflor seit vielen Jahren eine Tierauffangsstation für Straßenhunde im Auftrag der Stadt Temeswar betreibt, welche mit sehr großzügigen finanziellen Mitteln der Stadt hauptsächlich eine Tötung der dort untergebrachten Hunde vornimmt. Als größter und unfassbarer Zustand bei diesem damaligen Besuch ist allerdings die Tatsache zu nennen, dass wir als Berater zur Unterzeichnung einer Kastrationsvereinbarung aller Straßenhunde zwischen der Stadt Temeswar und einem ortsansässigen Tierschutzverein eingeladen wurden. Nach unserer Ankunft wurde uns allerdings mitgeteilt, dass man hiervon nichts wisse und es auch keine Kastration von Straßenhunden geben könne, da eine neue Gesetzeslage dieses nicht zuließe. Nach diesem Gesetz dürfen eingefangene Straßenhunde nicht mehr in die Stadt zurückgesetzt werden. Tatsächlich wurde in der Zwischenzeit ein entsprechendes Gesetz erlassen. Warum man uns hiervon nicht informierte bleibt fraglich. Bei Kenntnis der Sachlage hätten wir uns die Reise ersparen können, zumal wegen der nur noch kurzen Amtszeit des damaligen Bürgermeisters, keine neuen Vereinbarungen diskutiert werden konnten.
Es fand im Zusammenhang mit dem jetzigen Besuch ein Empfang bei Herrn Oberbürgermeister Prof. Dr. Robu, vertreten durch seinen Stellvertreter, sowie ein sehr aufschlussreiches Treffen mit Stadträten zum Thema statt. Hierbei wurden nun neue Ideen und ein Konzept zur nachhaltigen Zusammenarbeit entworfen. Weiterhin war es den Vertretern unseres Vereines möglich ein großes Pressetreffen mit zahlreichen Journalisten von ansässigen Zeitungen, Fernseh- und Rundfunkanstalten durchzuführen.
Hierzu lesen Sie bitte das folgende Protokoll der Stadt Karlsruhe, welches die Ergebnisse der Besprechnungen mit der Partnerstadt im einzelnen schildert.
Das Tierheim bleibt bis auf Weiteres für Besucher geschlossen. Besuche können derzeit nur nach vorheriger Anmeldung über Telefon oder E-Mail erfolgen. Wir bitten um Verständnis – Sie erreichen uns telefonisch (0721/950780) zu den untenstehenden Zeiten