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Sommerhitze wird alljährlich zum tödlichen Verhängnis für Tiere PDF Drucken E-Mail

- 07. Juni 2010 -

Vergangene Woche konnten in Münster zwei Hunde gerade noch rechtzeitig aus einem völlig überhitzten Auto gerettet werden. Gegen die Hundehalterin wurde Anzeige erstattet.
Der hinter der Fensterscheibe tot im Käfig liegende Wellensittich, das verdurstete Kaninchen auf der sonnigen Terrasse - jeden Sommer verenden viele Tiere grausam aufgrund der Unachtsamkeit ihrer Besitzer an den Folgen der Sommerhitze.

Alljährlich im Sommer kommt es mit zuverlässiger Regelmäßigkeit an heißen Tagen immer wieder zu Horrormeldungen über gerade noch gerettete oder im überhitzten Auto verendete Hunde. So auch letzte Woche wieder: In Münster gelang es der Polizei am vergangenen Donnerstag sprichwörtlich in allerletzter Minute zwei Hunde, die schon fast keine Luft mehr bekamen, aus einem in der prallen Sonne stehenden Fahrzeug heraus zu holen. Ähnliches Glück hatten zwei ausgewachsene Airedale-Terrier am 22. Mai in der Nähe vom bayrischen Pfaffenhofen. Die gerade noch rechtzeitig befreiten Hunde standen kurz vor dem Hitzekollaps, einer der Hunde hatte sich die Zunge bereits blutig gebissen.

Nur einen Tag später kam für einen Husky in Göttingen allerdings jede Hilfe zu spät, ein zweiter Hund musste umgehend in eine Tierklinik gebracht werden. Wie die dortige Polizei mitteilte, hatten Passanten die beiden Hunde in einem von der Sonne aufgeheizten Auto entdeckt. Um die Tiere zu retten, schlugen Beamte der sofort alarmierten Polizei die Seitenscheibe ein - der Husky war jedoch bereits tot. Gegen alle drei Tierhalter wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet.

Herbert Lawo, Vorsitzender des Landestierschutzverbandes dazu: „wie wir Menschen leiden auch Tiere unter den Folgen extremer Hitze. Da sie oft noch ein dichtes Fell haben und nicht schwitzen können um sich abzukühlen, droht ihnen noch schneller als uns ein Kreislaufzusammenbruch oder Hitzekollaps mit manchmal sogar tödlichem Ausgang“.
Lawo rät deshalb eindringlich Tiere in keinem Fall in der prallen Sonne zurückzulassen. „Sorgen sie dafür, dass ihr Tier jederzeit einen schattigen und kühleren Ort aufsuchen kann und immer ausreichend Trinkwasser hat. Gerade im Sommer sind Schatten und Wasser überlebenswichtig. Das gilt für alle Tiere, ob Vögel, Kaninchen, Meerschweinchen, Hunde, Pferde oder die so genannten Nutztiere auf der Weide.“

Auch kleinere Heimtiere fallen hochsommerlichen Temperaturen jedes Jahr aufs Neue zum Opfer. Oftmals wird von den Tierhaltern einfach nicht bedacht, dass die Sonne wandert. Stand der Käfig mit dem Kaninchen eben noch im Schatten, so kann sich das schon innerhalb einer Stunde völlig geändert haben. Fehlt dann noch Trinkwasser und die Terrasse heizt sich richtig auf, bedeutet das für den Käfiginsassen oft das Ende. Ähnlich geht es immer wieder auch Ziervögeln auf der Fensterbank. Die Glasscheibe wirkt wie ein Brennglas und steigert die Hitze direkt dahinter ins Unerträgliche. So werden Autos und Käfige zu Todesfallen.

Verzichten Sie also an heißen Tagen lieber ganz darauf den Hund im Auto mitzunehmen, vor allem wenn er im Wagen warten muss, selbst wenn es nur für kurze Zeit wäre“ so Lawo abschließend und appelliert an alle Tierhalter noch einmal nachdrücklich verantwortungsvoll und vorausschauend für ihre Schützlinge zu sorgen. Auch der gewohnte Spaziergang oder andere gemeinsame Aktivitäten, sollten zum Wohl aller Beteiligten frühmorgens oder abends unternommen werden, wenn es kühler ist und keinesfalls in der glühendheißen Mittagshitze. Weitere wertvolle Hinweise zum Thema „Sommerhitze und Tiere“ erhalten sie direkt beim Landestierschutzverband und auch die Mitarbeiter in den örtlichen Tierheimen beraten Sie gerne weiter.

Bei Rückfragen können Sie sich gerne an uns wenden.

Landestierschutzverband BW e.V.

Unterfeldstr. 14 B
76149 Karlsruhe

Tel.: 0721 704573
Fax.: 0721 705388

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Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 19. August 2010 um 18:51 Uhr
 
 

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