|
Freitag, den 25. Dezember 2009 um 14:42 Uhr |
Im Jahr 2009 mussten wir wieder über 1500 Tiere versorgen.
Das waren Abgabe-, Fund- und herrenlose Tiere sowie beschlagnahmte
Tiere, die aus schlechten Haltungsbedingungen kamen. Und obwohl dies in
einem Tierheim zum Alltag gehört, gibt es doch immer wieder Fälle, die
auch bei uns Bestürzung und ungläubiges Kopfschütteln auslösen. So
wurden uns beispielsweise im Oktober 80 beschlagnahmte Meerschweinchen
gebracht. Ihr gleichgültiger oder völlig überforderter Besitzer hielt
sie in einer Waschküche, wo sie sich unkontrolliert vermehren konnten.
Die Tiere waren von Hautpilzen und Parasiten befallen und in einem
schlechten Zustand, viele Weibchen natürlich trächtig, sodass seit
ihrer Ankunft noch einige Junge zur Welt kamen. Glücklicherweise
konnten die Meerschweinchen auf andere Tierschutzvereine verteilt
werden.
Die Anzahl der beschlagnahmten Tiere aus schlechten Tierhaltungen nimmt allerdings stetig zu,
insbesondere in den letzten Monaten wurden von den Veterinärämtern
zahlreiche Katzen und auch Hunde bei uns eingeliefert. Auch erhielten
wir mehrfach Hunde, welche aus Auslandstransporten ohne die notwendigen
Einfuhrpapiere beschlagnahmt wurden.
Für unser Pflegepersonal ist es immer wieder schwierig, sich von
heute auf morgen um so viele Tiere zu kümmern. Hätte sich z. B. der
Besitzer der Meerschweinchen von Anfang an um Kastration und richtige
Haltung seiner Tiere gekümmert, wäre ihnen ein Aufenthalt im Tierheim
erspart geblieben. Daher
wollen wir an alle jetzigen und zukünftigen Tierbesitzer appellieren,
sich gründlich zu informieren und verantwortungsbewusst mit den Tieren
umzugehen.
Zu den schöneren Ereignissen in einem Tierheim gehört die Vermittlung von alten oder gehandicapten Tieren. Als der behinderte Rottweilerwelpe Tyson
zu uns kam, waren wir doch etwas skeptisch: Wer würde sich die Mühe
machen und sich einen solchen Hund anschaffen? Doch auch Tyson hat
mittlerweile ein neues Zuhause bei tierlieben Menschen bekommen. Wir
hoffen, dass auch unsere übrigen zahlreichen Schützlinge nicht mehr
allzu lange warten müssen.
Wollen Sie unseren Tieren auch helfen? Dann werden Sie ein Fördermitglied in unserem Verein oder unterstützen Sie uns mit einer Spende oder Tierpatenschaft!
|